Wortgetreu

… notiert hat und liest Martin Heidegger einen Satz aus Kleists Brief an seine Schwester Ulrike vom 5. Oktober 1803: http://www.youtube.com/watch?v=Yu_UFHrC02k
(Ausschnitt aus einem 1969 zu Heideggers 80. Geburtstag vom ZDF ausgestrahlten Gespräch mit Richard Wisser)

»Dennoch, trotz der zweifelhaften fremden Elemente in der heutigen Sprache bleibt die deutsche Sprache die Basis und der Schlüssel für Brumholds metaphysische Suche […].« (Walter Abish: Wie deutsch ist es. Aus dem Amerikanischen übers. von Renate Hampke [Köln-Lövenich 1982])

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Ein Kommentar zu Wortgetreu

  1. Martin Maurach sagt:

    Wortgetreu ja, und der Sinn?
    Mal angenommen, der Denker H. spricht von sich selbst als demjenigen, der am Scheideweg zwischen der zu Ende gehenden Philosophie und dem neuen ‚Denken‘ stehe und habe sich also demnach auch selbst dem Kleist-Zitat, wie er sagt, zu ‚fügen‘: Soll dann die Berufung auf den über dem „Guiskard“ verzweifelnden Dichter „ein Jahrtausend im Voraus“ dem ständigen ‚Absterben‘ der Sprache vorbeugen, und ist 1969 wegen des letztgenannten Vorgangs deutsches Denken in ‚Jahrtausenden‘ schon wieder so harmlos geworden, und in summa: Brauchten wir nicht schon heute ein bisschen Denken?

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