Wunderbare Musikpartitur

Der zerbrochne Krug unter der Regie von Holk Freytag bei den Bad Hersfelder Festspielen. – »Freytag bewies mit der stimmigen, über zweistündigen Inszenierung seine Klasse als Theater-Macher. Zugleich konnte er auf ein starkes Ensemble bauen«, schreibt die Welt.
Thomas Schmitz-Albohn im Gießener Anzeiger:
»Im Vordergrund stehen das Dichterwort und das Ensemble mit herausragenden Darstellern, die es verstehen, das Publikum zu bannen. Die eine oder andere szenische Zutat wäre allerdings unnötig gewesen.
Freytag begibt sich in dem über 200 Jahre alten Stück auf Wahrheitssuche. ›Viermal hören wir eine Schilderung des Geschehens am Vorabend der Handlung, ohne dass wir am Ende wissen, was nun wirklich geschehen ist‹, schreibt er im Programmheft.
Heutzutage muss man ja schon positiv anmerken, wenn ein Regisseur einem Klassiker keine Gewalt antut. Auf der Spielstätte der Stiftsruine bekommt Kleist erfreulicherweise keine Modernismen übergestülpt; an Modernität wird nur soviel entwickelt, wie das Stück hergibt.
Freytags Erfolgsrezept ist so simpel wie einleuchtend: Er vertraut ganz auf Kleist.«
http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kultur/rueckkehr-mit-kleists-lustspiel-klassiker_15550552.htm
»Sich in den anspruchsvollen Text von Heinrich von Kleist einzufinden, sei ›ein Sack voll Arbeit‹ gewesen«, wird Nina Petri – sie spielt den Gerichtsrat Walter – in der Welt zitiert: »›Es ist aber auch das Schönste, was es gibt. Jeder muss sehr genau arbeiten. Und am Ende spielt man wie in einem Orchester eine wunderbare Musikpartitur zusammen.‹« http://www.welt.de/regionales/hessen/article142467701/Theater-Premiere-so-anstrengend-wie-ein-Flug-zum-Mond.html

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